Wer bist du, wenn niemand etwas von dir erwartet?
Diese Frage hat mich in den letzten Tagen immer wieder begleitet.
Wir verbringen einen grossen Teil unseres Lebens damit, Erwartungen zu erfüllen. Wir möchten gefallen, dazugehören, alles richtig machen und möglichst nicht anecken. Dabei verlieren wir manchmal den Blick auf das Wesentliche – auf uns selbst.
Wer bin ich wirklich?
Nicht die Rolle, die ich im Alltag einnehme. Nicht das, was andere in mir sehen möchten. Sondern der Mensch, der ich tief in meinem Inneren bin.
Ich bin Tanja. Ich bin bodenständig, naturverbunden, ehrlich, treu und sensibel.
Ich lache gerne, ich backe gerne und manchmal tanze ich, wenn niemand zusieht.
Viele Jahre habe ich mich mit Teilen meines Wesens eher im Hintergrund gehalten. Ich bin meinen Weg gegangen, habe immer wieder mutige Schritte gewagt und mich doch manchmal wieder zurückgezogen.
Heute weiss ich: Das gehört zu mir.
Ich muss nicht immer stark sein. Ich muss nicht perfekt sein. Und ich muss niemandem etwas beweisen.
Ich darf einfach ich sein.
Je älter ich werde, desto mehr erkenne ich, dass Veränderung zum Leben gehört. Manchmal bedeutet sie, loszulassen. Manchmal braucht es Mut, sichtbar zu werden. Und manchmal bedeutet sie einfach, sich selbst anzunehmen – mit allem, was dazugehört.
Vielleicht stellen wir uns viel zu selten die Frage, wer wir wirklich sind.
Nicht, um eine Antwort für andere zu finden.
Sondern um uns selbst wieder näherzukommen.
Denn ich glaube, dass genau dort etwas Wunderbares beginnt.
Nicht in dem Moment, in dem wir versuchen, jemand anderes zu werden.
Sondern in dem Moment, in dem wir den Mut haben, einfach wir selbst zu sein.
Ich bin Tanja.
Und genau das möchte ich sein.
Wer bist du, wenn niemand etwas von dir erwartet?
Empfangen und aufgeschrieben durch Tanja Baumann

